Diverse Welten, Wörter,…

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Ich bin Ghanaerin. Schwarz. Afrodiasporisch. Afrodeutsch. Fast vierzig. Mutter eines dark-skin mixed Teenagers. Alleinerziehend. Tochter ghanaischer Migrant:innen, die irgendwann begannen, sich in Deutsche zu verwandeln – und später in Deutsch-Ghanaer:innen. Vielleicht war Identität für mich deshalb nie eine einfache Frage.

Ich bin die erste Generation meiner Familie, die in Deutschland geboren wurde, Abitur gemacht und eine Hochschule besucht hat. Ich kenne Armut. Ich kenne Aufstieg. Ich kenne Kleinstädte und Großstädte, Zugehörigkeit und Fremdheit, Liebe und toxische Beziehungen, Gewalt und Heilung. Ich habe Schwarze, BIPoC und weiße Menschen geliebt – und dabei gelernt, dass auch Liebe nicht frei von Macht, Herkunft, Klasse, Rassismus und Projektionen ist.

Ich bin eine Frau, über die Menschen erstaunlich unterschiedliche Dinge erzählen.

Mein Ex sagt, ich sei eine Psychopathin.
FLINTA* sagen mir, ich sei emotional so sehr mit mir selbst im Reinen.
Man sagt mir, ich sei stark.
Ich selbst frage mich manchmal, warum Frauen eigentlich immer stark sein müssen, wenn sie doch einfach müde sein dürfen.

Ich bin unsichtbar körperlich behindert und höre trotzdem häufig: „Du bist so stark.“

Ich bin hübsch – angeblich sogar „hübsch für eine Schwarze Frau“. Ein Satz, der mehr über diese Welt erzählt als über mein Gesicht. Ich war unter den ersten 40 Frauen, die bei Face of Africa Germany weiterkamen. Auch das gehört zu meiner Geschichte. Schönheit, Körper, Blickregime, Rassismus, Begehren – nichts davon existiert im luftleeren Raum.

Und gleichzeitig bin ich einfach eine Frau, die manchmal nicht glauben kann, wie gut ihr Leben geworden ist.

Eine alleinerziehende Mutter, die reisen kann. Die ihren Sohn verschiedene afrikanische Länder zeigen kann. Die ihm Möglichkeiten jenseits Europas vorstellen möchte. Die weiß, dass ihr Pass Türen öffnet, die anderen Menschen verschlossen bleiben.

Dieser Blog ist mein Versuch, diese Widersprüche nicht aufzulösen.

Hier schreibe ich über Schwarzsein und Deutschsein. Über Afrika und die Diaspora. Über Mutterschaft, Klasse, Körper, Behinderung, Schönheit, Beziehungen, Migration, Privilegien und Politik.

Aber vor allem schreibe ich über das, was dazwischen liegt.

Zwischen Ghana und Deutschland.
Zwischen Stärke und Erschöpfung.
Zwischen Verletzlichkeit und Wut.
Zwischen dem, was wir über uns erzählen, und dem, was andere aus uns machen.

Vielleicht ist dieser Blog kein Ort für Antworten.

Vielleicht ist er ein Ort für bessere Fragen.

One response

  1. Aku Avatar
    Aku

    Love it!! Thanks for being our voice. We need more of it.

    Aku

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Ama Ndlovu explores the connections of culture, ecology, and imagination.

Her work combines ancestral knowledge with visions of the planetary future, examining how Black perspectives can transform how we see our world and what lies ahead.

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